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Hier blieben die toten Fichten als Lawinenschutz stehen. Die breite Schneise wächst nur langsam zu. Mit einer "Umweltmediation" will man den Konflikt um die Jagd und den Wildverbiss lösen. Klimawandel und Schadstoffprobleme muss man international und weltweit lösen - und zwar bald.© GöF
Der Schutzwald am Fahrenberg gehört zu den vorrangigen Schutzwaldsanierungsprojekten. Auf dem ganzen Hang sterben Bäume ab. Die Ozonbelastung ist hoch und Klima- wie Wetterextreme setzen dem Wald auf diesem südexponierten Hang besonders zu.© GöF
Luftschadstoffe, die Orkan-Stürme "Vivian" und "Wiebke" und die Massenvermehrung von Borkenkäfern (Buchdrucker) an den geschädigten Fichten haben auch dem Schutzwald am Hirschberg früh zugesetzt. Ein großer Teil der geschädigten Bäume wurde entnommen - Kahlflächen entstanden. In einer aufwendigen Schutzwaldsanierung wurden tausende neue Bäumchen - Wiesstannen, Buchen und Bergahorn - gepflanzt. Dabei hat auch das "Bergwaldprojekt" mitgearbeitet.© GöF
Schon zu Beginn der 1980er Jahre waren die Wälder der Hochlagen des Fichtelgebirges durch Schwefeldioxid schwer geschädigt. Die kranken Fichten wurden beseitigt. Es entstanden große Kahlflächen. Heute wachsen neue Fichten auf. Im Klimawandel haben sie keine Chance.© GöF
In der ersten Hälfte der 1980er Jahren waren die meisten Fichten der Kammlagen abgestorben. 1988 standen noch ein paar halbtote Fichten und eine deutlich geschädigte Buche an dieser Stelle. 1989 fehlten alle Fichten, und 1993 war auch die Buche verschwunden.© GöF
Naturferne Fichtenforste sind stark gefährdet: Diese Vergleiche zeigen exemplarisch, wie Stürme und Borkenkäfer den Fichten zusetzen. Die Fläche wurde geräumt.© GöF
Massenvermehrungen von Insekten werden durch den Klimawandel begünstigt. Ein Beispiel dafür ist der Borkenkäferbefall (insbesondere des Buchdruckers Ips typographus) an Fichten. Mit dem Klimawandel steigen die Borkenkäfer im Gebirge nach oben. Sogar subalpine Fichtenwälder sind davon betroffen.© GöF
Der Schutzwald verliert seine großen Bäume. Da die Waldverjüngung - vor allem durch Wildverbiss - fehlt, werden die grasbewachsenen offenen Flächen immer größer. Diese Wälder schützen nicht mehr, sondern brauchen Schutz.© GöF
Immer mehr, meist immissionsgeschädigte Wälder werden durch Stürme "aufgerissen". Die Stürme werden im Klimawandel heftiger und die Bäume labiler. Mit der Vergiftung ihrer Blätter durch Luftschadstoffe müssen sie auch Feinwurzelmasse abstoßen. Das macht sie besonders anfällig für Sturmwurf.© GöF
Diese Buche zeigte 1992 das Symptom der "Waldschäden" mit viel zu kleinen Blätter, die auch noch mitten in der Vegetationsperiode vergilbten. Dann starben ganze Hauptäste ab und kurze Zeit später war der Baum tot. Er wurde abgesägt.© GöF
Der Kronenzustand der Waldbäume ist der bekannteste Indikator, um die Vitalität zu beschreiben. 85 % der Buchen zeigen nach dem bundesdeutschen Waldzustandsbericht 2007 sichtbar Kronenverlichtungen.
Die Krone dieser Buche zeigt dies deutlich - sie wurde durchsichtig. Es fehlen ihr Blätter, Zweige und Äste.© GöF
Der meistfotografierte Baum Bayerns stirbt. Schon Anfang der 1990iger Jahre waren die Blätter zu klein und zu "Schiffchen" geformt. Dann brachen große Äste und Teile der Krone ab. Holzpilze haben mit der Zersetzung des Baumes begonnen - ein natürlicher Vorgang, der aber durch den schlechten Zustand der Buche stark beschleunigt wird.© GöF
Das ist leider kein Einzelfall mehr: Zu hoher Fichtenanteil, Stürme, Borkenkäfer, kaum Naturverjüngung - und der Schutzwald wird lückig. Was sich in den 1990er Jahren durch die Minderung der Schadgase gebessert hatte, wird heute vom Klimawandel zunichte gemacht.© GöF
Auf dem zweiten Bild - 1999 - sieht man schon einzelne Stämme: Der Wald wird "durchsichtiger". Dann kommt der Sturm und der Borkenkäfer - und vielleicht bald die Erosion.© GöF
Dieser Vergleich ist ein Beispiel: So sehen viele Bergwäldern aus. Im natürlichen Bereich des Bergmischwaldes wachsen vor allem Fichten. Die Bäume sind geschädigt und sterben nach und nach ab. Die Verjüngung des Waldes bleibt aus, da der Schalenwildbestand noch immer zu hoch ist: Kleine Bäumchen und die krautigen Pflanzen werden verbissen. Was bleibt ist eine grasreiche und artenarme "Savanne".© GöF
1993 noch geschlossener Wald, 1999 erste "Käferbäume", dann Windwurf - was bringt die Zukunft?© GöF
Der Verlauf der Kronenverlichtung dieser Eiche ist kein Einzelfall: Der Baum verliert Zweige und Äste. Die Blätter konzentrieren sich auf die Astenden ("Besen"bildung). Der Anteil der Eichen ohne Kronenverlichtung betrug 1984 54%. Heute zeigen nur noch 14% der überlebenden vollbelaubte Baumkronen.Kronenverlichtung betrug 1984 54%. Heute zeigen nur no...© GöF
Eichen sind die am stärksten geschädigte Baumart - unabhängig davon, ob sie im Wald oder im Feld stehen. Zusätzlich leiden diese freistehenden Eichen natürlich unter der Bodenbearbeitung auf den Feldern.© GöF
Die Bäume sind gestresst, labil und empfindlich. In allen Bundesländern und in ganz Mitteleuropa leiden die Eichen. Die Schäden an den Baumkronen sieht man deutlich, aber die Feinwurzeln der Bäume sind ebenso kaputt.© GöF
Die Eichen waren zu Beginn des Waldsterbens am wenigsten betroffen. Jetzt leiden sie am meisten. Ihre Vitalitätsverluste machen sie angreifbar für Krankheitserreger und Witterungsextreme. Man nennt das "Komplexkrankheit" und je nach Standort können zusätzliche Faktoren daran beteiligt sein.© GöF