Aktuelles

Wir werden die Website „Waldarchiv“ umbauen und aktueller gestalten:

Das kann noch etwas dauern - wir bitten um Geduld.

Bis dahin berichten wir mit direkten Hinweisen über aktuelle Waldpolitik und Hintergründe.

Januar/Februar 2012

Greenpeace schützt alte Buchenwälder im Spessart

Greenpeace fordert einen sofortigen Einschlagstopp für alle Buchen- und Laubwälder in Deutschland, die über 140 Jahre alt sind. Er soll so lange gelten, bis die Forstwirtschaft zehn Prozent des öffentlichen Waldes nicht mehr nutzt. Hintergrund ist ein Beschluss: 2007 hat die Bundesregierung die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen. Diese sieht vor, zehn Prozent der öffentlichen Wälder der Natur zu überlassen, statt sie für die Forstwirtschaft zu nutzen. Derzeit steht weniger als ein Prozent Wald in Deutschland unter verbindlichem Schutz vor der Säge.

http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/greenpeace_schuetzt_alte_buchenwaelder_im_spessart/

Forstwirtschaft: Nachhaltigkeit zahlt sich wirtschaftlich aus - Interview mit Forstdirektor i.R. Lutz Fähser -

siehe Link zu Greenpeace: http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/forstwirtschaft_nachhaltigkeit_zahlt_sich_wirtschaftlich_aus/

und: http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/qein_foerster_ist_im_wald_und_umweltschuetzer_haben_da_nichts_zu_suchenq/

Dezember 2011

Klimaabkommen in Durban: Rückschlag für den Klimaschutz

Weder die Beschlüsse zum Kyoto-Protokoll noch der Fahrplan für ein neues weltweites Klimaabkommen sind ausreichend, um die Klimaerwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Anders als von der EU angestrebt, wird das künftige globale Klimaabkommen, das bis 2015 ausgehandelt sein und ab 2020 in Kraft treten soll, kaum rechtlich bindend sein.

November 2011

Wetterextreme

Der IPCC-„Sonderbericht Extremwetter“ (www.ipcc.ch) sagt eine deutliche Zunahme extremer Wetterlagen wie Starkregen und heftige Stürme voraus. Das Leibniz-Institut der Universität Kiel warnt vor extremer Dürre und großer Hitze in Deutschland. Bei einer in dem aktuellen UN-Bericht als möglich vorhergesagten Erwärmung um vier bis fünf Grad bis zum Jahr 2100 seien im Süden und Osten Deutschlands Tagestemperaturen von fast 50 Grad möglich.

Der Klimawandel äußert sich bereits in Wetterextremen: stärkere und häufigere Stürme, Starkregen mit Überschwemmungen oder lange Trockenphasen. Der November 2011 war der trockenste und wärmste seit Beginn der Klimaaufzeichnungen. Vor allem am Alpenrand war es sehr warm und es hat nicht geregnet. In der Folge brannten 14 Hektar Bergwald oberhalb des Sylvensteinspeichers bei Bad Tölz.

©Sammlung Gesellschaft für ökologische Forschung / H.Danzer

Die Rauchfahnen sind auch am nächsten Tag noch zu sehen

Aufwendige Löscharbeiten mit Helikopter

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Teure Luftverschmutzung durch deutsche Industrie

Auf 102 bis 169 Mrd Euro beliefen sich die Kosten der Luftverschmutzung, die durch Industriebetriebe in Europa 2009 entstanden. Die höchsten Kosten im Eu-Vergleich verursachte dabei Deutschland.

Eine neue Studie der Europäischen Umweltagentur (EUA) hat die Auswirkungen der Luftverschmutzung durch die 10.000 größten Industriebetriebe Europas auf Gesundheit und Umwelt untersucht Grundlage waren die von den Betrieben gemeldeten Emissionswerte. Den grössten Anteil der Schadenskosten bilden CO2-Emissionen (rund 63 Mrd €). Luftschadstoffe, die für den sauren Regen und Atembeschwerden verantwortlich sind, wie Schwefeldioxid; Feinstoff, Ammoniak und Stickstoffoxide, werden für Schäden in Höhe von 38 bis 105 Mrd Euro pro Jahr verantwortlich gemacht.

Drei Viertel der Gesamtschadenskosten werden durch die Emissionen von nur 662 Industriebetrieben verursacht - vor allem Kraftwerke und große Industrieanlagen. Von den zehn Anlagen, die am meisten Kosten verursachen, kommen allein fünf aus Deutschland.

Link: (www.eea.europa.eu. publication s/ cost of air pollution)